Kleines Nachtschweinchen

Kleiner Weinschwärmer - Deilephila porcellus nachts am Licht.

Die Probleme beim nächtlichen fotografieren von Schmetterlingen sind vielfältig. Normalerweise landen sie am Netz welches um die Lampe gespannt ist, da ist das Motiv natürlich nicht besonders schön. Deshalb ist die Kunst den Schmetterling dazu zu überreden sich auf einen passenden Untergrund, spricht Stöckchen oder Blatt, setzen zu lassen und dann auch noch still zu halten damit Frau ihn schön in Szene setzen kann. D.h. in der einen Hand das Objekt der Begierde, in der anderen Hand die Kamera mit Blitz, Reflektor und Diffusor. Kein Stativ, das würde zu lange dauern. :) 

Kommentare

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Makronist

Hallo Pörli Won,

du fängst hier bei uns gleich mit wirklich besonderen Motiven an! Spannende Einblicke und Ergebnisse!

Hier fällt der schwarze HG natürlich auf, aber bei Nachtfaltern passt das ja zum Tier gut. Wirklich unglaublich sind diese Farben. Ein Insekt, das am Tag unterwegs, und solche Farben trägt, ist mir hier nicht bekannt. Die Komposition überzeugt mich auch. Einzig über den hohen ISO-Wert stolpere ich hier. Bei Blitzeinsatz müsste das eigentlich vermeidbar sein, aber ich kenne dieses Problem auch, wenn ich einen dicken Diffusor nehme und die Blitzleistung (auch zum Einfrieren meiner Verwacklungen) drossele. Der Uli hat mir zu einem meiner Bilder klar mitgeteilt, dass ich wohl einen stärkeren Blitz benötige oder einen weniger starken Diffusor und so ist es auch ;-).

Ich könnte mir hier vorstellen, die Blende minimal zu öffnen (z.B. auf f/8), die Blitzleistung etwas hochzufahren und einen dünneren Diffusor herzunehmen. Da dieses Tier wenig glänzende Oberflächen hat, darf das Licht hier bestimmt etwas schärfer sein und du könntest mit dem Basis-ISO-Wert agieren. Was meinst du zu diesen Ideen?

Schöne Grüße

Rob

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Makronist

Hallo Rob

Dank dir für die Besprechung. In Sachen Nachtfotografie stehe ich noch am Anfang, hab ich doch erst vor 2 Jahren richtig damit angefangen. Bis jetzt stand eher noch die Dokumentation und Bestimmung im Vordergrund, aber inzwischen ( nach dem zigsten Weinschwärmer) rückt natürlich immer mehr die Schönheit der Tiere in den Fokus. 500Iso fand ich jetzt gar nicht so hoch :) aber ich werde in der neuen Saison mal dahingehend Versuche starten. Der Blitz kann auch heller :), ich liebe meinen Godox V1, der kam dieses Jahr neu zum Einsatz und ganz macht er noch nicht was ich will, aber wir arbeiten dran. :) . Auf jeden Fall freu ich mich auf die neue Saison und stehe schon in den Startlöchern :)

schöne Grüße

Pörli

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Makronist

Hallo Pörli,

danke für die Antwort! Eine Besprechung sollte das nicht sein. Nur meine Sicht ;-).

Das macht hier in ausführlicher und professioneller Form der Roland und zum Teil auch die Moderator*innen. Ich bin selbst auch nicht sehr lange im Makrobereich unterwegs, dafür jedoch mit viel Begeisterung und jeden Tag. Dein Weg über Naturbegeisterung und Dokumentation hört sich ja wunderbar an! 

Also wenn du so einen guten Blitz hast, dann ist genug Licht vorhanden und in solchen Luxusmomenten (in denen der HG auch gern schwarz sein darf) würde ich ISO100 anpeilen. Im Makrobereich kommen die Details dann nochmal besser raus. Klar, ISO500 ist kein Drama, aber dennoch vermeidbar. Zudem ist das Aufhellen von dunkleren Bildbereichen dann viel weniger auffällig. Gerade bei so einem Bearbeitungsschritt fällt dann ISO500 bereits stark ins Gewicht. Leider muss ich selber bei meinen Bildideen oft stark entrauschen und verwende selbst auch teilweise zu hohe ISO-Werte, weil ich Bedenken wegen Bewegungsunschärfe (ohne Blitz) habe. Es gibt schon viele Abwägungen, die in der Makrozone zu meistern sind. 

Aber Bilder hin oder her, was gibts Schöneres, wenn man sich nach langer Vorfreude an dem Anblick der ersten Bienen erfreuen kann ;-). Ich denke, wir stehen alle in den Startlöchern. Schneeglöckchen, Winterling, Krokuss und Huflattich beginnen z.B. schon bald zu blühen und der Zauber kommt zurück ;-)

Schöne Grüße

Rob

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MOD

Grüß Dich Pörli,

verspätet auch von mir ein herzliches Willkommen hier bei uns auf Makrotreff. Es sind sehr ansprechende Bilder die Du uns hier zu Deinem Einstand zeigst. Der Falter ist alles andere als "totgeblitzt", alles hat Struktur und Tiefe. Das Bild zeigt natürlich auch die Schwiergkeiten bei wenig Licht und dem Einsatz eines Blitzgerätes. Gute Infos findest du auch hier bei uns. Wenn mich nicht alles täuscht war der Titel der Audführung "die Sache mit dem Hintergrund". Mann kann dem Hintergrund salopp gesagt auch sein eigenes Licht spendieren. Nicht soviel dass alles ausgeleuchtet wird, nur soviel, dass das Schwarz einer diffusen Struktur weicht.

So, jetzt habe ich auch den Link gefunden :-) : MAKRO-BLITZEN – Die Sache mit dem Hintergrund, Teil 1

Servus
Wolfgang

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